Natascha Pötz

"ein Haus im Sinn“, Zeichnung & Collagen

30. August – 21. Oktober 2018
Eröffnung: Mittwoch, 29. August 19.00 Uhr

"Für mein zeichnerisches Denken spielt die Konstruktion von Raum eine zentrale Rolle. Perspektivisch baue ich mittels Linie und Fläche zweidimensionale Raumfolgen und richte diese ein. Ähnlich einem Dominospiel knüpfe ich Anschlüsse und finde so zu entlegenen Winkeln in meinen Bildern.

Für die Ausstellung „ein Haus im Sinn“ greife ich in meinen Collagen die Räumlichkeit meiner Zeichnungen und den Kontrast der Wachsstiftbilder auf und entwerfe aus verschiedenen papierenen Materialien häusliche Spielstätten. Es entstehen räumliche Situationen, in denen Personen um ihr Haus herum ganz privat mit sich sind. Von außen schaut man in diese Szenen hinein und begegnet einem Augenblick, beobachtet Leben. Ich möchte gerne die Atmosphäre der Momenthaftigkeit einer Fotografie treffen. Mein Anliegen ist es, Illusion zu vermeiden - die Bilder sollen ihre Konstruktion sehen lassen -, Geschichten zu initiieren und nicht zu erzählen, einen Augenblick darin zu finden und der Leere dieselbe Bedeutung zu geben wie der korrespondierenden Darstellung. All dies nicht in wilder Manier, sondern spröde geordnet.

Gemeinsam formen Lücke und Fülle den häuslichen Raum, in dem meist auch etwas Orient steckt, der der Situation eine fremde und schmucke Note schenkt. „Ein Haus im Sinn“ knüpft an das Gebäude an und schließt das Zuhause mit ein.“ (Natascha Pötz)

Natascha Pötz, geboren 1973 in Frankfurt/Main, studierte von 1995 bis 2001 an der HBKsaar. Seit 2007 lebt und arbeitet sie in Berlin.