Winfried Anslinger

Winfried Anslinger
Winfried Anslinger, Foto privat

„Schmidt & Sohn“

„Schmidt & Sohn“ spielt in der Zeit zwischen 1933 und 1990. Der Roman erzählt entscheidende Phasen der deutschen Geschichte in einer Familiengeschichte und nimmt dabei besonders Bezug auf bundesrepublikanische Themen der Nachkriegszeit: Wiederaufbau, Währungsreform, Wirtschaftswunder, Wirtschaftskrisen, 68er- Bewegung, Ökowelle, Frauenbewegung, Wende und Wiedervereinigung. 

Anhand des Lebensberichts des Ich-Erzählers Schmidt möchte der Roman der Frage nachgehen, wie traumatische Kriegserlebnisse die Mentalität und das Verhalten von Menschen der Nachkriegsära in Westdeutschland beeinflusst haben.

Im Mittelpunkt des Romans steht ein Haus, Wohnhaus der Familie Schmidt und Sitz der Elektrohandlung Schmidt & Sohn. Der Protagonist erlebt als Kind den Krieg und wächst in der Nachkriegszeit heran. Die Flucht in Lüge und Selbstbetrug ermöglichen ihm als Erzähler einen distanzierten, oftmals schelmischen Blick auf das Geschehen.

Der Lebensbericht endet mit dem Abbrennen des Geschäftes und Wohnhauses Schmidt am Abend der Vereinigungsfeier am 3.Oktober 1990. Ein symbolischer Akt und zugleich auch ein Versicherungsbetrug? Ausdruck eines Konkurses, mit dem zugleich ein anderes, typisches, bundesrepublikanisches Phänomen zu Ende geht?

Winfried Anslinger, geboren 1951 in Ludwigshafen/Rhein, studierte Theologie, Psychologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre in Heidelberg. Infolge der Studentenbewegung von1968 engagierte er sich im Asta und im Studentenparlament der Uni Heidelberg.

Anslinger unternahm während der Studienzeit längere Reisen, u.a. nach Indien, Ostafrika und  Israel. Danach war er in der Umwelt und Friedensbewegung aktiv. 

1979 erstes und 1981 zweites theologisches Examen. Seitdem ist Winfried Anslinger als evangelischer Pfarrer in Homburg tätig. Er engagiert sich bis heute in der Kommunalpolitik, im Naturschutz und in der Energiepolitik.

Erste Erfahrungen als Autor in der Studienzeit mit der Beteiligung an der Herausgabe der Heidelberger Zeitung „Carlo Sponti“ und der Mitbegründung des Heidelberger Wunderhorn Verlags.

Mitglied im literarischen Verein der Pfalz. Veröffentlichungen in Zeitschriften, wie z.B. „Chaussee“, „NLP“ u.a. Zwei Publikationen von Erzählungen.

Zur Frankfurter Buchmesse 2010 erscheint der erste Roman „Schmidt & Sohn“.