Christoph J. Steilen
"Generation X", Malerei
Der Saarländische Künstlerbund zeigt im Studio des Saarländischen Künstlerhauses unter dem Titel „Generation X“ Ölbilder aus dem Nachlass des 1990 verstorbenen Künstlerbundmitglieds Christoph Josef Steilen.
„1951 trat Steilen erstmals an die Saarbrücker Öffentlichkeit, zusammen mit den Kollegen der Neuen Sezession, später auch mit der Neuen Gruppe Saar und dem Künstlerbund.
In Genf und Düsseldorf wurden seine Arbeiten gezeigt, in Paris und Darmstadt.
Studienreisen unter die südeuropäische Sonne hinterließen inhaltliche Spuren.
In den frühen siebziger Jahren bevorzugte Jupp Steilen die Grafik, entwickelte eine besondere Graphittechnik, mit der sich lebhafte Morphologie von Pflanze und Tier niederschreiben ließ.
Beides, Malerei und Zeichnung, war geprägt von der Auseinandersetzung mit dem Abstrakten Expressionismus, der informellen momentanen Geste, bereichert durch Steilens analytisches Interesse am strukturellen Aufbau der Dinge, die er zeichnerisch sezierte und malerisch wieder zusammenflickte, in Ordnung brachte.
Vorübergehend gerieten realistische, dann auch neoexpressive Sprachmuster ins Bild, überraschend souverän eingesetzt.“ (Auszug aus dem SZ-Artikel „Sezieren und wieder ordnen“ anlässlich des Todes von Christoph Josef Steilen von Anna Louise Mathieu)
Christoph Josef Steilen, 1914 geboren in Saarbrücken, 1990 verstorben
ab 1930 künstlerisch tätig als Autodidakt; 1946 – 1948 Studium an der Schule für Kunst und Handwerk, Meisterschüler von Karl Kunz; 1948 – 1950 Studium an der Grande Chaumière in Paris, Begegnung mit Willi Baumeister und Fernand Léger; 1950 Aufnahme in den Saarländischen Künstlerbund; Mitbegründer der „Neuen Sezession“; ab 1957 Intensiveres künstlerisches Schaffen: Ölbilder, Radierungen, Lithographien, Zeichnungen; ab 1975 künstlerischer Leiter eines Malclubs
Von 1950 bis 1987 unternahm Christoph Josef Steilen viele Studienreisen nach Rom, Antibes, Provence, Südfrankreich, Toskana, Griechenland, Spanien, Belgien…
Ab 1950 waren seine Bilder in zahlreichen Gruppenausstellungen und Einzelausstellungen zu sehen.
In Zeitungsartikeln, Ausstellungskatalogen und in Berichten des Saarländischen Rundfunks wurde das Werk von Christoph Josef Steilen gewürdigt.
