FRANZOBEL
Was die Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind
Der Wortakrobat und Sprachartist Franzobel ist einer der
herausragenden
Vertreter der jüngeren österreichischen Avantgarde. Sein neuer Roman
"Was die Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind", ist
ein grotesk-aberwitziger Schelmenroman über einen traurigen Helden namens
Hildebrand Kilgus, der sein Leben lang dem Geheimnis des menschlichen Stöhnens
hinterher jagt. Überall glaubt er es zu hören und zu spüren. Auf der Suche nach
dem Geheimnis der tiefsten Gefühle wird er Puffvater, Hebamme, Sargträger und
Sterbebegleiter, sogar Ehemann und Vater. Als Angestellter einer Agentur zur
Manipulation des Wetters landet er in Rom, wo er in die Fänge der Mafia gerät.
Und dann fangen auch noch die Vögel zu reden an! So stolpert "Hildy"
durchs Leben, ein neuer Franz von Assisi und tölpelhafter Simplicissimus. Eine
herzzerreißend komische, erfrischend obszöne Tour de Force durchs Land der
Vögel und des Vögelns.
Franzobel wurde 1967 im oberösterreichischen Vöcklabruck geboren und absolvierte ein Studium der Germanistik und der Geschichte in Wien. Seit 1989 ist er als freier Schriftsteller tätig. Er hat zahlreiche Theaterstücke, Prosatexte und Lyrik veröffentlicht, die in der Spannung zwischen Struktur und Experiment stehen. Franzobel erhielt bereits mehrere Auszeichnungen, darunter 1995 den Ingeborg-Bachmann-Preis und 1998 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.
Sein neues Buch ist im Februar im Paul Zsolnay Verlag erschienen.
In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für neuere deutsche Philologie und Literaturwissenschaft, der Universität des Saarlandes und dem SR 2 KulturRadio.
