Fred Oberhauser

Ziegelsteine fürs Handschuhfach. Literarischer Führer Deutschland

Welcher Bühnen-Prinz studierte in Wittenberg? Was hat der süddeutsche Mystiker Konrad Weiß über die Stadt Heide in Schleswig-Holstein geschrieben? Wo überall wohnte Uwe Johnson in Güstrow? Welcher Kirchenvater wurde an der Mosel geboren? Jede Menge Quizfragen für Leseratten (oder vielmehr die Antworten) springen einem aus dem Info-Ziegelstein entgegen. Was 1974 als Reiseführer begann, passt tatsächlich noch immer ins Handschuhfach. Ebenso gut lassen sich in der liebevoll sortierten Ortsenzyklopädie auch daheim virtuelle Ausflüge machen, etwa durch Fontanes Mark Brandenburg oder die Geistesgeschichte Halles. 25 Jahre hat es gedauert bis zur ersten gesamtdeutschen Version des bewährten Handbuchs - aber gut Ding will eben Weile haben, gerade so ein rundum kurzweiliges Meisterding wie dieses.

Johannes Saltzwedel

Fred Oberhauser, ehemaliger SR-Redakteur und "Kulturspiegel"-Moderator, hat im Alter von 86 Jahren ein Lebenswerk vollendet. Soeben ist der "Literaische Führer Deutschland" erschienen, den er zusammen mit Axel Kahrs herausgegeben hat. Auf fast 1500 Seiten ist lexikalisch erfasst, welche Bezüge die deutschen Orte zu Texten und Autoren haben. Oberhauser nennt das "literarische Topgraphie".