Foto: Véronique Kolber

GEORGES HAUSEMER

Con Dao


Die 19 Erzählungen dieses Buches spielen in entlegenen Weltgegenden, auf vergessenen Inseln, an verlorenen Flecken im Nirgendwo entfernter Länder und Kontinente. Mit stoischem Gleichmut versuchen die aus der Zivilisation gefallenen Helden der Erzählungen, sich in einer unbegreifbaren Fremde zu behaupten, und scheitern doch meistens mit tragischer Größe. Georges Hausemer kennt den Gegenstand seiner 19 Erzählungen, die in Asien und Afrika, Südamerika und der Karibik, auf verstreuten Eilanden und manchmal auch in entlegenen Winkeln Europas angesiedelt sind. Seit vielen Jahren reist der Schriftsteller und Journalist um die Welt, von Land zu Land, stets auf der Suche nach der Realität jenseits der Fotomotive gefällig inszenierter Touristenziele. Dass sich hinter den hübschen Fassaden nicht immer die hineinphantasierten Paradiese verbergen, muss das Personal in Hausemers Erzählungen oft auf schmerzliche Weise erfahren. Die ungeheure Verlorenheit dieser tragischen Helden, ihre Einsamkeit in einer als bedrohlich empfundenen Umgebung und die Vergeblichkeit des Versuchs, sich dennoch zu behaupten, schildern die ungemein dichten Erzählungen von Georges Hausemer mit beinahe körperlich spürbarer Intensität.

Georges Hausemer wurde 1957 in Differdingen, Luxemburg geboren. Er lebt als Schriftsteller, Übersetzer und Zeichner in Esch/Alzette. Seine Reisereportagen erscheinen u. a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung und im Berliner Tagesspiegel. Neben Romanen, Erzählungen, Gedichten und einem Kinderbuch hat Georges Hausemer zahlreiche Reisebücher sowie das Nachschlagewerk „Luxemburger Lexikon. Das Großherzogtum von A-Z“ (2006) veröffentlicht. Zuletzt erschienen „Die heiligen Ratten von Deshnok. Eine indische Reise“ (2008), „Die kochenden Kerle von der Muschelbucht. Lesereise Baskenland“ (2010) sowie der erotische Roman „80 D“ (2010).

 Das Buch „Con Dao“ ist 2011 im Verlag Guy Binsfeld erschienen.

 In Zusammenarbeit mit dem VS Saar.