Eckhard Henscheid, Birgit Vanderbeke

Eckard Henscheid ist einer der umstrittensten Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur. Er wird gehasst und geliebt, für witzig gehalten und für saublöd, für arrogant und gebildet, für dick und für dünn. Was kann einer mehr erreichen, wenn er 1941 in Amberg auf die Welt kommt und statt Musiklehrer zu werden eine Magisterarbeit über Gottfried Keller schreibt. Er und die Neue Frankfurter Schule haben sich gegenseitig berühmt gemacht und u. a. mithilfe des Satiremagazins Titanic ihren glorreichen Kampf gegen das Dummdeutsche gefochten. Dass er mit seinen Romanen, Essays und Satiren in den analen Deutschunterricht eingegangen ist, wird gerüchteweise behauptet. Unumstritten ist die Entgegennahme des Jean-Paul-Preises durch den notorischen Preismuffel im Jahr 2009.

 

Birgit Vanderbeke wurde 1956 in Brandenburg geboren, übersiedelte 1961 in die BRD. 1990 erlebte sie mit ihrem Debut, dem Familiendrama „Das Muschelessen“ einen sensationellen Erfolg (u.a. Ingeborg-Bachmann-Preis). Auch später hat sie sich immer wieder mit Familiensituationen (z.B. „Gut genug“, 1993, „Friedliche Zeiten“, 1996) beschäftigt. Zuletzt erschien ihr Roman Die sonderbare Karriere der Frau Choi (2007)

In Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Rundfunk und dem VS Saar.