Oleg Jurjew

"Die russische Fracht"

Der in Sankt Petersburg geborene Oleg Jurjew wurde als Meister der literarischen Vermischung von Fakten und Fiktionen bekannt, die meist satirisch umrahmt sind. Sein neuer Roman "Die russische Fracht" (Suhrkamp 2009) nimmt den Leser auf eine Ostseereise etwas anderer Art mit: Ein Kühlschiff, mit Leichen beladen, fährt an Heiligabend 2000 von Petersburg nach Lübeck. Wozu brauchen die Deutschen russische Leichen? Sind das tatsächlich Leichen?

Eine abenteuerliche, mystische, komische, poetische Reise beginnt. "Fabulierstück der besten Art" nannte sie die "Frankfurter Rundschau". "Berliner Morgenpost" meinte dazu: "Ein großartiges Buch!" "Eine amüsante, virtuos arrangierte Melange aus Trash und Hochkultur" (DeutschlandRadio).

 

Oleg Jurjew, geboren 1959 in Leningrad (UdSSR), studierte dort an der Hochschule für Volkswirtschaft und Finanzen „Wirtschaftliche Mathematik“ und „Theorie der Systeme“; 1992 Umzug mit seiner Familie nach Deutschland. Begann 1970 mit dem Verfassen von Gedichten, schrieb dann Bühnenstücke, Essays, Besprechungen, Radioscripts und seit 1992 auch Prosa. 1994 wird er mit dem Prosaband „Spaziergänge“ für den russischen Bookerpreis nominiert. Oleg Jurjew erhält ein Aufenthaltsstipendium an der „Akademie Schloß Solitude“ (Stuttgart), ein Stipendium der Stadt München (Villa-Waldberta-Aufenthalt) und das Stipendium des Baltischen Zentrums für Autoren und Übersetzer (Schweden). Er lebt zurzeit als freier Autor in Frankfurt am Main.

In Zusammenarbeit mit dem VS Saar.