Thomas Knauf

Thomas Knauf, Foto Tina Bara
Thomas Knauf, Foto Tina Bara

Babelsberg-Storys

Am Dienstag, den 17. Januar, in der Festivalwoche des Max-Ophüls-Preis 2012 stellt der Berliner Autor Thomas Knauf sein neues Buch „Babelsberg-Storys“ im Saarländischen Künstlerhaus vor. Er wird aus seinen „Erlebnissen eines Drehbuchauters in Ost und West“ lesen und Filmausschnitte dazu präsentieren.

In den 1980er Jahren ist Thomas Knauf festangestellter Drehbuchautor bei der DEFA in Potsdam-Babelsberg. Nach vielen Schwierigkeiten wird kurz vor dem Ende der DDR sein Drehbuch „Die Architekten“ von Peter Kahane verfilmt. Der Film wird ein Erfolg, die Mauer fällt und Knauf zieht nach New York. Dort lebt er mit der Performance-Künstlerin Laurie Anderson zusammen, geht mit Arthur Miller essen, meditiert mit Allen Ginsberg, fährt mit Cops in der Bronx Streife, hat eine eigene TV-Sendung, Filmangebote aus Hollywood und erwartet den endgültigen Durchbruch – doch der berufliche Erfolg bleibt aus.

Er kehrt nach Berlin zurück und macht Filme fürs Fernsehen. Immer neue Projekte führen ihn nach Portugal und Brasilien, zu den Witwen von Joseph Beuys und Yves Klein sowie dem Spionage-Chef Markus Wolf. In Babelsberg-Storys erzählt Thomas Knauf von den Höhen und Tiefen eines Lebens im Film- und Fernsehgeschäft, von Bekanntschaften, seltsamen Zufällen, Erfolgen und Enttäuschungen.

Thomas Knauf, geboren 1951 in Halle. 1976 bis 1980 filmwissenschaftliches Studium in Potsdam-Babelsberg. Daraufhin als Regieassistent und von 1981 bis 1990 als Drehbuchautor für die DEFA tätig. 1988 Max-Ophüls-Preis für „Vorspiel“. Verfasste die Drehbuchvorlage für Michael Gwisdeks Spielfilmdebüt „Treffen und Travers“ und das Filmskript für Peter Kahanes „Die Architekten“.1990 Übersiedlung nach New York. Seit Mitte der 1990er Jahre Regie und Drehbücher für mehrere Dokumentarfilme. Neben der Arbeit als Drehbuchautor hat er Lehraufträge an Film- und Schauspielschulen und bietet Drehbuchseminare an. Thomas Knauf lebt in Berlin.

In Zusammenarbeit mit dem Filmfestival Max-Ophüls-Preis 2012.